33 Jahre Hofener Scillamännle

Damals, vor 33 Jahren…
…wurde eine Idee in die Tat umgesetzt, der Grundstein für den heutigen Verein SCILLAMÄNNLE gelegt. Begründet in der langen Tradition die der Ort Hofen mit KOMMA GSCHWOMMA und der bodenständigen Fasnet verbindet.

Diese Tradition heimatlichen Ursprungs wieder aufleben zu lassen, haben sich 14 junge Männer im Jahr 1985 zu eigen gemacht. Vorher gab es eine lose Gruppe HOFENER HEXEN. Aber diese sind nicht urkundlich belegt, noch der Volksmund wusste etwas von Hexen. „Orientierung an einer Hofener Gegebenheit“ – das war der Gedanke, um sich mit einer Maskengruppe einheitlich darzustellen. Letztendlich kam nach langem Gedankenaustausch der Name SCILLAMÄNNLE zustande.

Unweit von Hofen gelegen, blüht im Scillawald als eine der ersten Boten des Frühlings der unter strengem Naturschutz stehende Blaustern, der nirgendwo auf Stuttgarter Gemarkung in dieser Üppigkeit vorkommt. Dieses Zwiebelgewächs, lateinisch „Scilla“ diente als Vorlage für die Masken und das Häs. Ein „Plätzlesgewand“ in den erdfarben Grün und Braun, symbolisieren den Stengel und die Blätter der Scillablume. Eine freundliche und auch knitz dreinblickende, aus Lindenholz geschnitzte Holzmaske, bildet den Blickfang. Umgeben von einem wallenden Kopftuch in den Blütenfarben Blau, Violett, Rosa, sind die Scillamännle keine Schreckgestalten sondern Naturverbundenheit und Brauchtum darstellende Hästräger.

Beim Fasnetstreiben 1985 in Hofen trat die neue Gruppe erstmals öffentlich auf. Seit 1986 ist der Verein im Vereinsregister eingetragen. Der erste Rathaussturm wurde 1986 in S-Mühlhausen durchgeführt. Seit 1988 sind die Maskenträger „Hofener Scillamännle“ eine vom Landesverband württembergischer Karnevalvereine anerkannte Masken- und Brauchtumsgruppe. Seit 1986 tanzen die Mädchen als Scillablüten und Miniblüten in den Tanzgarden. Im Jahr 1988 stieg zum erstenmal das „Greadeffele“ – unsere Symbolfigur, aus des Burghofs dunklen Tiefen empor. 1990 gründete sich unsere Scilla-Musik und unsere Nachwuchsgruppe die Scillazwiebeln. Seit 2014 gibt es die Gruppe „Hogamale“ die sich nur bei der Auferweckung und Beerdigung des Greadeffele zeigt.

Pressehäuptling Bembe

Gründungsmitglied, viele Jahre 1. Vorstand, Ehrenpräsident & auch heute immer noch im Hintergrund aktiv!! Alle kennen die tollen wöchentlichen Berichte per mail und als Infos für die Homepage. Alle Redakteure der Zeitungen kennen ihn!

Auch die Texte zum Jubiläum, die Grußworte etc. hat er geschrieben und organisiert.

Unser „Presse Häuptling“ Bembe

Vielen Dank Bembe, wir freuen uns alle auf viele neue Scilla News von Dir!

Mit knapp 300 Vereinsmitgliedern im Jubiläumsjahr wurden alle Erwartungen von der Idee, …damals vor 33 Jahren, übertroffen. Dieses zu erhalten, eingebunden in die Traditionen von Hofen und verpflichtend gegenüber allen die es mit der Fasnet ernst meinen, gilt unser künftiges Bestreben.

Bruno freut sich übers Jubiläum!

Wer hätte vor 33 Jahren gedacht, dass wir heute so eine geile Scillamusik haben?!!

…so sah unsere Musik 1995 aus!

…aber warum gerade 33 Jahre?

Bereits in einer babylonischen Inschrift vor ca. 5000 Jahren ist von einem 7-tägigen Fest die Rede, das nach dem Neujahrstag ausgelassen gefeiert wurde. Egal in welche Kulturen man schaut, ausgelassene Feste wurden immer mit dem Erwachen des Frühlings bzw. mit dem Vertreiben des Winters in Verbindung gebracht. Bis zum 13. Jahrhundert bezog sich der Karneval auf den Vorabend des Aschermittwoch, also auf den heutigen Fasnetsdienstag. Ab dem 13. Jahrhundert wurde diese Zeit dann von Donnerstag (heutiger Schmotziger Donnerstag) vor Aschermittwoch bis zum Vorabend des Aschermittwoch ausgedehnt.

Das Wort Karneval leitet sich ursprünglich im Mittelalter von „carnelevale“ ab, was übersetzt so viel heißt wie „bezüglich Fastenzeit bevorstehende Fleischwegnahme“. Das Wort Fasching leitet sich von „vaschanac“ ab, was einen Ausschank eines Fastentrunks bedeutet. Das Wort Fasnet leitet sich von „faseln“ ab, was so viel bedeutet, mit jemand anderem Spaß und Schabernack zu machen.

Die Fasnet wurde im Hochmittelalter sehr stark von der Kirche geprägt. Die Zahl „11“ galt als unchristlich und konnte nicht richtig gedeutet werden. Sie war um eins größer als die zehn Gebote Gottes und um eins kleiner als die zwölf Jünger Jesu. So überließen die mittelalterlichen Gelehrten die Zahl “11“ den Narren, die schon damals für allerlei Erheiterung in den Burgen des Mittelalters sorgten.

Im süddeutschen Raum und im Voralpenland orientiert man sich an der Zeit vor Weihnachten und bis zum Dreikönigstag an den Regeln der katholischen Kirche. Diese Zeit gilt als heilig und wird bis heute respektiert. Dies hat zur Folge, dass die Masken und das Häs erst am Dreikönigstag abgestaubt werden und zum Einsatz kommen – bis zum Fasnetsdienstagabend. Am Aschermittwoch beginnt dann die Fastenzeit. Und so ist es gut und so soll es bleiben!

Und nachdem die Narren auch noch heutzutage Narrenfreiheit haben, wurde aus 3 x Narrenzahl 11 = 33 gemacht !

Und deswegen feiern wir unser 33 jähriges Fasnet-Jubiläumsjahr!

alle Vorstände, Zunftmeister, Dirigenten, Trainerinnen

Vorstände des Vereins:
Raimund Stetter 1986 – 1995
Wolfgang Stetter 1995 – 1998
Raimund Stetter 1998 – 2000
Sabine Kurfeß 2000 – 2004
Axel Rüdinger 2004 – 2010
Torsten Streibig 2010 – 2017
Michael Idler(2.Vorstand) 2017 – bis heute

Zunftmeister der Maskengruppe:
Rainer May 1987 – 1991
Gerhard Mühleisen 1991 – 1993
Jörg Glaunsinger 1993 – 1996
Uwe Ensenberger 1996 – bis heute

Dirigenten der Scillamusik:
Rainer May 1990 – 1994
Roland Mezger 1994 – bis heute

Trainerinnen der Tanzgarden:
Annelore Köninger u. Jutta Rau 1986 – 1990
Ute Held (Garden u. Männerballet) 1990 – 1998
Kim Hantke (Scillablüten) 1999 – 2000
Mara Hantke (Miniblüten) 1999 – 2000
Stefanie Ruf (NBN, Garden u. Cellus) 2001 – 2007
Ines Louis 2001 – 2010
Stefanie Ensenberger(Miniblüten) 2004 – 2008
Marina Rüdinger und Susi Wieland 2009 – 2010
Constanze Buchwald u. Viktoria Wenk 2011 – 2012
Nadine Ludwig und Susi Wieland 2013 – bis heute

Grußworte & Bildergalerie zum 33. Jubiläum